Laufzeit: 12.2. - 9.4.2012
Paul Baum, Walter Leistikow, Otto Modersohn, Johann-Georg Siehl-Freystett
Landschaftsbilder um 1900 zählen zu den Zeugen der Pionierzeit des Sammelns im hohen Norden. Das 100-jährige Jubiläum des Vereins der Kunstfreunde in Wilhelmshaven ist nun der Anlass, an vier Vertretern der Secessionsmalerei und des Impressionismus den Sammlungsbestand um 1913 zu thematisieren.
Die Jubiläumsschau stellt mit hochkarätigen Leihgaben aus deutschen Museen die Highlights der Städtischen Kunstsammlung vor. Bereits ab 1913 kaufte der damalige Rüstringer Bürgermeister Dr. Emil Lüken, der dem Vereinsvorstand angehörte, bewußt "Kunst der Gegenwart" an, vorwiegend zeitgenössische Landschaftsmalerei, aber nicht irgendeine: Der frühe Bestand mit den Malern Walter Leistikow, Paul Baum und Otto Modersohn verdeutlicht, dass sich im preußisch geprägten Wilhelmshaven aktuelle Spielarten der Secessionsmalerei und des Impressionismus etablieren konnten und dies hinter dem Rücken des in der Kunst eher konservativ gestimmten Kaisers.
Bild: Paul Baum, Flämische Landschaft, 1906, Öl auf Leinwand, 55 x 68 cm, Städtische Kunstsammlung Wilhelmshaven. Foto: Hans Rainer Wacker