Regie: Patrick Caputo
Ausstattung: Juan León
Premiere am 3. Februar 2012 – Großes Haus (Kartenvorverkauf ab 13. Januar)
Die Deutschen sind übrigens wunderliche Leute! – Sie machen sich durch ihre tiefen Gedanken und Ideen, die sie überall suchen und überall hineinlegen, das Leben schwerer als billig. – Ei, so habt doch endlich einmal die Courage, Euch den Eindrücken hinzugeben, Euch ergötzen zu lassen, Euch rühren zu lassen, Euch erheben zu lassen, ja Euch belehren und zu etwas Großem entflammen und ermutigen zu lassen; aber denkt nur nicht immer, es wäre alles eitel, wenn es nicht irgend abstrakter Gedanke und Idee wäre!
Da kommen sie und fragen: welche Idee ich in meinem Faust zu verkörpern gesucht. – Als ob ich das selber wüßte und aussprechen könnte! – Vom Himmel durch die Welt zur Hölle, das wäre zur Not etwas; aber das ist keine Idee, sondern Gang der Handlung.
Es hätte auch in der Tat ein schönes Ding werden müssen, wenn ich ein so reiches, buntes und höchst mannigfaltiges Leben, wie ich es im Faust zur Anschauung gebracht, auf die magere Schnur einer einzigen durchgehenden Idee hätte reihen wollen!
Johann Wolfgang von Goethe
Goethes Weltgedicht ist auch für den heutigen Zuschauer noch voller Zauber, sprachlicher Schönheit und den Fragen des tätigen, strebenden, suchenden Menschen.
Mit: Simon Breuer, Ulrike Fischer, Willi Hagemeier, Thomas Heller, Simon Keel, Daniel Kozian, Hella-Birgit Mascus, Johann Schiefer, Franziska Schlaghecke, Anna Schönberg, Marianne Thies, Hartmut Volle