Posse in drei Aufzügen
Der Provinzler Philipp Klapproth kommt nach Berlin. Dort will er sich nicht nur amüsieren, sondern Feldforschung betreiben. Denn in der Großstadt, so will er wissen, sind die Verrückten. Und die muss ihm jetzt sein Neffe Alfred zeigen. Nur unter dieser Bedingung soll der mittellose junge Mann Geld für sein Café-Projekt bekommen. Mangels näherer Bekanntschaft mit „wirklichen“ Geisteskranken verkauft Alfred seinem Onkel die in der Tat sehr sonderbaren Gäste der Pension Schöller als Irre. Philipp Klapproth amüsiert sich prächtig, indem er eigentlich alles um sich herum von nun an für „bekloppt“ hält und fährt mit dem Gefühl richtig was erlebt zu haben, wieder nach Hause. Doch plötzlich stehen die „Irren“ vor seiner eigenen Tür … Wer normal und wer verrückt ist, erscheint in dieser 1890 geschriebenen, äußerst unterhaltsamen Komödie lediglich als eine Frage der Perspektive. Es inszeniert Christine Eder, die nach ihrem Regiestudium in Hamburg bisher unter anderem am dortigen Thalia Theater, dem Theaterhaus Jena, dem Schauspielhaus Graz und dem Münchner Volkstheater arbeitete. In Osnabrück führt sie zum ersten Mal Regie.