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Der zweite Aufbruch in die Moderne

Expressionismus – Bauhaus – Neue Sachlichkeit

Sonntag, 29.1.2012, 10:00 Uhr

1921 kam der Kunsthistoriker, Sammler und Publizist Walter Müller-Wulckow nach Oldenburg, um das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte aufzubauen. Zuvor war Müller-Wulckow als Sammler und Propagandist der Moderne in Frankfurt am Main in Erscheinung getreten, wo er u.a. die Vereinigung für neue Kunst gegründet hatte. Den Impuls der Moderne versuchte er beharrlich in die nordwestdeutsche Provinz zu übertragen: So präsentierte er schon kurz nach Eröffnung des Museums im Oldenburger Schloss 1923 eine Galerie der Gegenwart, in der Werke der Brücke-Expressionisten und von Franz Radziwill gezeigt wurden. Nach dem Frankfurter Vorbild gründete sich in Oldenburg die „Vereinigung für junge Kunst“, die zwischen 1922 und 1933 Ausstellungen mit Werken Radziwills, Noldes oder Modersohn-Beckers organisierte, aber auch wegweisende Überblicksschauen wie „Grafik der Gegenwart“ (1924), „Malerei unserer Zeit“ (1929) oder „Die billige Wohnung“ (1931). Beim Staatlichen Bauhaus bestellte Müller-Wulckow exemplarische Stahlrohrmöbel, um zeitgemäßes Kunstgewerbe und Möbelproduktion sichtbar zu machen.

Die Ausstellung „Der zweite Aufbruch in die Moderne“ erinnert erstmals an das kompromisslose Engagement Müller-Wulckows für die Avantgarde und präsentiert den vergessenen Aufbruch des Landesmuseums in die Moderne anhand zahlreicher, bislang zum großen Teil unpublizierter Werke und Dokumente aus den reichhaltigen Beständen.

Weitere Informationen

www.aufbruch-moderne.de

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Ort

Veranstalter

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Damm 1
26135 Oldenburg
Telefon: 0441/2207-300
info@lamu-ol.niedersachsen.de
www.landesmuseum-oldenburg.niedersachsen.de

Eintritt

Kostenpflichtig
5 € / ermäßigt 3 €. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 304 Seiten und zahlreichen farbigen Abbildungen im Kerber Verlag.