Seit Jahrhunderten benutzen Künstler die Technik des Abformens, um eigene oder fremde Kunstwerke herzustellen und zu vervielfältigen. Das Abformen wird dabei herkömmlich als Mittel zum Zweck und nicht als eigenständige Kunstform begriffen. Daß abgeformt wurde sollte unsichtbar bleiben. Zeitgenössische Kunst aber setzt das Abformen ausdrücklich als Ausdrucksmittel ein. Der Bildhauer Gregor Gaida wird Sie theoretisch und praktisch in das Genre der experimentellen Plastik, die Abformtechniken mit Acrylharz ins Zentrum der künstlerischen Aussage stellt, einführen. Es lassen sich von Körperteilen oder Objekten jeglicher Art Negativ-Abdrucke nehmen, die dann wiederum mit Acylharz unbegrenzt oft abgeformt werden können. In der Addition und dem komponierenden Arrangement solcher Vervielfältigungen wird die ursprüngliche Form verfremdet und ornamentalisiert, wird der Blick weg vom Inhalt und Duktus hin auf Volumen und Formen gelenkt. Lassen Sie sich mitnehmen auf die spannende Reise aus Experiment und Zufall – lernen Sie, die unscheinbar gewordenen Formen der Welt neu wahrzunehmen!
max. 8 Teilnehmer/innen